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Leitbild des Mobilen Beratungsteams im Brandenburgischen Institut für Gemeinwesenberatung - demos
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Das Brandenburgische Institut für Gemeinwesenberatung Demos und mit ihm das Mobile Beratungsteam arbeitet seit 1998 im Auftrag der Landesregierung im Rahmen des Handlungskonzepts „Tolerantes Brandenburg“. Für den Auftrag bindend ist zunächst die Landesverfassung (Art. 7a) sowie das Leitbild des Toleranten Brandenburgs „für eine starke und lebendige Demokratie“ (2006). Dasselbe gilt für die Kooperationsvereinbarung zwischen der Landesregierung und dem Institut.

Grundlage für die Intervention in die politische Willensbildung von Bürgern/innen ist der verfassungsrechtliche und juristische Extremismusbegriff.

Die Arbeit des Instituts stellt gemäß ihrer Auftragslage eine Intervention in die politische Willensbildung von Bürger/innen dar und unterliegt als politische Bildung dem Beutelsbacher Konsens.

Auf den Punkt gebracht ist der Ansatz des Mobilen Beratungsteams: Hilfe zur Selbsthilfe für eine demokratische Kultur im Land Brandenburg - gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.

Das Mobile Beratungsteam setzt sich konstruktiv und kritisch mit den Verhältnissen in Brandenburg auseinander. Es tritt für eine lebendige Demokratie ein, ist in seinen Handlungen unabhängig von politischen Organisationen und ist immer partizipativ orientiert.

Das Mobile Beratungsteam im Brandenburgischen Institut für Gemeinwesenberatung berät Bürger/innen, Initiativen, Vereine, politische Verantwortungsträger/innen und öffentliche Verwaltungen und somit alle gesellschaftlichen Initiativen und Einzelpersonen, die sich für ein Tolerantes Brandenburg engagieren wollen.

Das Mobile Beratungsteam im Brandenburgischen Institut für Gemeinwesenberatung strebt

  • die Förderung einer humanen Alltagskultur
  • die kritische Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus
  • die Stärkung eines demokratischen Gemeinwesens und
  • die Verhinderung von rassistischen Entwicklungen und Übergriffen

an. Das bedeutet die gemeinsame Stärkung demokratischer Grundwerte und  der Verantwortung jedes Einzelnen vor Ort.

Das Mobile Beratungsteam will der Ansprechpartner in der Wahrnehmung und Beschreibung der jeweiligen lokalen Situationen sein, insbesondere hinsichtlich der Gefährdungen des demokratischen Gemeinwesens.

Das Mobile Beratungsteam will mit den demokratischen Kräften im Gemeinwesen die Ergebnisse der Feldbeschreibungen/ Situationsbeschreibungen nachvollziehbar analysieren.

Das Mobile Beratungsteam will in diesem Kontext die Akteure/innen dabei unterstützen, die Problemlösungskompetenz vor Ort weiterzuentwickeln.

Wir bieten Beratung auf den Grundlagen der systemischen Beratung an. Demnach ist die Haltung der Berater/innen, die Beratungsnehmer/innen als Expert/innen ihrer Systeme wahrzunehmen und sie bei der Entwicklung situationsadäquater Lösungen zu unterstützen.

Das Team arbeitet in dezentralen Bürostrukturen mobil, aufsuchend und auf Anfrage. Es passt sich in der täglichen Arbeit den zeitlichen Vorstellungen der Beratungsnehmer/innen an und kann dabei innerhalb von 24 Stunden auf Anfragen reagieren.

Die Mitarbeiterschaft des Mobilen Beratungsteams setzt sich interdisziplinär zusammen. Dabei greifen die Berater/innen auf die individuellen Qualifikationen sowie einen durch intensiv teamintern erarbeiteten Fundus an Wissen zur Beschreibung regionaler und überregionaler Situationen zurück. Das Institut setzt auf personelle Kontinuität bei den Berater/innen. Dadurch greifen sie auf das langfristig aufgebaute Beziehungskapital und die bestehenden Netzwerke zurück.

Unsere Defintion gelungener Beratung

Eine Beratung ist gelungen, wenn die Beratungsnehmer/innen

  • ihre Situation selbständig wahrnehmen können
  • Selbstvertrauen, Handlungssicherheit und Handlungsfähigkeit entwickelt haben
  • selbst für sich formulieren können, „Jetzt weiß ich, was ich brauche“, „Jetzt habe ich einen Plan und kann handeln“

Das Gelingen einer Beratung bzw. eines Beratungsprozesses kann sowohl aus Sicht des/der Auftraggebenden (bzw. des/der Beratenen) als auch aus Sicht des Beraters / der Beraterin betrachtet werden. Somit kann auch eine als nicht gelungen empfundene Beratung als erfolgreich bezeichnet werden, wenn der Termin für mehr Klarheit gesorgt hat – und damit Wirkung erzeugte.

Die Wirkung einer Beratung muss nicht notwendigerweise zeitnah nach der Beratung, sondern kann zu einem (auch viel) späteren Zeitpunkt eintreten.

Entstehung des Leitbildes

Unser Leitbild ist im Laufe der Jahre aus der Praxis sowie gesellschaftlicher Entwicklungen entsprechend, unter Beteiligung alle Mitarbeiter/nnen, entstanden. Die vorliegende Fassung wurde 2015 neu formuliert und vom gesamten Mobilen Beratungsteam beschlossen.

Geschäftsstelle

Brandenburgisches Institut für Gemeinwesenberatung
Zum Jagenstein 1
14478 Potsdam

Tel.: 0331 740 6246
Fax: 0331 740 6247

Geschäftsführer:
Dirk Wilking
0173 646 8863
wilking@BIG-demos.de

kommissarische Leitung:
Markus Klein
0163 881 5574
klein@BIG-demos.de

Referentin der Geschäftsführung:
Astrid Peters
0176 2429 6116
peters@BIG-
demos.de

Büroleiterin:
Angela Kühne
0173 648 9581
geschaeftsstelle@BIG-
demos.de

Wissenschaftliche Beratung:
Dr. Michael Kohlstruck
TU Berlin, Zentrum für Antisemitismusforschung
030 3142 5838
michael.kohlstruck@tu-
berlin.de

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